Beim Begräbnis des iranischen Generals Qassim Soleimani hat es zufolge eine Massenpanik gegeben. Dabei kamen nach Angaben iranischer Behörden mindestens 30 Menschen ums Leben, Dutzende seien verletzt worden. Die Opferzahl könnte noch steigen, so die Behörden. Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor von 35 Toten und 48 Verletzten berichtet.

Der Trauermarsch in Soleimanis Heimatstadt Kerman ist der letzte in einer ganzen Reihe von Gedenkfeierlichkeiten, an denen in den vergangenen Tagen in Iraks Hauptstadt Bagdad sowie verschiedenen Städten Irans gewaltige Menschenmengen teilgenommen hatten. Allein zu einer Prozession in Teheran am Montag sollen mehr als eine Million Menschen gekommen sein.
Der Marsch in Kerman führte am Dienstag durch das Zentrum der Stadt im Südosten des Landes zum Märtyrer-Friedhof, wo Soleimani später beerdigt werden sollte. Der Nachrichtenagentur Isna zufolge soll die Beisetzung Soleimanis nun allerdings verschoben werden. Die Zeremonie wurde erneut auf fast allen Fernsehkanälen in der Region live übertragen.

Anwesend bei dem Trauerzug war auch der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Hussein Salami. “Wir werden Rache nehmen und die wird konsequent und hart sein, so dass die Amerikaner ihre Tat bitter bereuen,” sagte Salami. Die Masse erwiderte den Aufruf mit “Rache, Rache”- und “Allahu Akbar”-Rufen.

Wegen des erwarteten Massenandrangs war der Dienstag in Kerman zum örtlichen Feiertag erklärt worden – wie zuvor schon der Montag in der Hauptstadt Teheran. Damit wollte die Regierung möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich von dem als Märtyrer verehrten General zu verabschieden.

Sueddeutsche